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Nachlese 2017

Nachlese 2017 – ein kleiner Bericht über die Weinernte!

Seit einigen Tagen ist nun auch bei uns die Weinernte abgeschlossen. Wie jedes Jahr ist gerade diese Zeit die spannendste, anstrengendste und fordernste für uns Winzer.

Doch schließlich haben wir genau dafür ein Jahr lang so hart und voller Leidenschaft gearbeitet – nein, gekämpft. Und das wird in den 6 Wochen Weinlese nicht anders sein. Nur muss man in manchen Jahren härter kämpfen und in anderen etwas weniger. Eines haben aber alle Jahre gemeinsam, man ist unendlich froh, glücklich und erleichtert, wenn die letzte Traube vom Stock geschnitten ist!

Aber wie war die Weinlese 2017? Es war ein Jahr in dem wir etwas mehr kämpfen mussten. Die Ernte begann sehr früh, Ende August, so früh wie wohl noch nie zuvor. Begonnen haben wir natürlich mit Bacchus und Müller-Thurgau. Dann gab es eine kurze Verschnaufpause von ein paar Tagen, bevor wir mit Sauvignon Blanc, den ersten Rotweinen und Silvanertrauben weitermachten. Und dann kamen 8 Tage in denen gefühlt die restliche Hälfte geerntet wurde. Jeden Tag wurde gelesen, so viel wie möglich und so schnell wie möglich – dabei immer auf die Reife und Traubengesundheit geachtet. Es musste bei fast jedem Weinberg genau selektiert werden. Wir sind keine Freunde von Botrytis und so musste alles Negative raus.

Den Abschluss machten dann Spätburgunder, Gewürztraminer, (ein kleiner Teil) Scheurebe und unser ältester Silvaner-Weinberg (von 1962). Doch das Auslesen und Verwerfen schlechter Trauben war so gut wie immer notwendig. Das hatte sich im Sommer schon angedeutet, da die Blüte sehr gut verlaufen ist. Dies führte zu großen Beeren, die sich bei zunehmender Reife dann leichter abquetschen. In einem trockenen Herbst ist das nicht so problematisch, jedoch hatten wir immer wieder Regen – mal mehr, mal weniger. Konstant trocken war es jedoch nicht über einen längeren Zeitraum.

Weine 2017:

Und wie sind nun die Weine geworden? Im Gesamten sind wir sehr glücklich mit dem Jahrgang. Für mich ist es ein Paradebeispiel für die fleißigen Winzer. Wer seine Arbeit rechtzeitig gemacht hat – und vor allem – wer seine Weinberge Segmentbezogen eingestellt hat, konnte die angestrebten Qualitäten fast immer erreichen. Das war zwar anstrengend und nervenaufreibend, aber machbar.

Fazit:

es war ein schwieriger Herbst, da die kompakten Trauben durch Abquetschen und Regen gefault haben. ABER wir haben unsere Hausaufgaben im Sommer gemacht und die Mühe beim selektieren im Herbst nicht gescheut. So haben wir tolle Weine im Keller und dazu noch eine schöne Menge, eigentlich so wie wir es uns wünschen. Was alles in allem dieses Jahr zu einem der Besten der letzten Jahre macht! Ich freue mich Ihnen diese Weine im nächsten Jahr präsentieren zu können – freuen Sie sich drauf!  

Hier sind noch ein paar Bilder von der Weinlese: